Das kleine Dell

Seit etwa einem Jahr benutze ich mein kleines Dell Venue 8 als Notizbuch.

Warum nur 🙂

Bei der Arbeit muss ich immer viel notieren.  Zählernummern, Namen, festgestellte Mängel etc. Früher machte ich das auf kleinen A6 Notizbüchlein von denen bis heute noch 2 Schubladen voll herumliegen.  Warum weiss ich nicht so genau. Finden würde ich da eh nichts mehr. Die Idee, ein kleines leichtes Tablet für unterwegs war also nur eine Frage der Zeit.

Es geht nicht darum ob man es braucht sondern darum, dass man es kann.

Klar es gab das Galaxy Note auf Android Basis aber ein vollwertiges Outlook sowie das eine oder andere Programm das es nur unter Windows gibt war zwingend.  So kam nur ein Windowstablet in betracht. Mit dem kann ich nun eigentlich alle Büroarbeit unterwegs erledigen. Zugegeben auf einem 8 Zoll nicht grade der Hit aber es geht und wenn man zwischendurch eh wartet ist es egal.

Windows ohne Stift ?

Geht gar nicht! Eine Bedingung war ein aktiver Digitizer. (da wird die Auswahl schon sehr schlank) Das aus zwei einfachen Gründen. Zum einen sind Windows Desktopanwendungen auf einem 8 Zoll Tablet nur bedingt bedienbar und zum anderen sollte es ja den Notizblock ersetzen.  Eine Bildschirmtastatur geht zwar ist aber im stehen laufen und mit einer Hand höchst ineffizient. Dazu kommt der Erinnerungswert handschriftlicher Notizen. Das Gekritzel ist zwar keine Augenweide aber es hilft beim Erinnern und es ist schneller.

Format

Das kleine leichte 8Zoll hat bequem Platz in der Tasche meiner Arbeitsjacke. Grösser wäre unbequem und kleiner unter Windows nicht mehr nutzbar.  So einfach ist das.

OneNote und PDF

Als Notizsoftware benutze ich OneNote welches über OneDrive mit dem Rechner zuhause synchron gehalten wird. Gegenüber der Papierversion ganz klar die gute Alternative. Wenn man etwas sucht das vier Monate her ist findet man es auch und bei der Büroarbeit ist alles auf dem Rechner an dem man gerade arbeitet. Kein Rumblättern in Notizbüchern.

Die Möglichkeit PDF Daten anzusehen ist auch recht positiv. Da ich hin und wieder Dokumente mit nehmen muss spar ich mir das Papier und kann dank Stift, Notizen oder Korrekturen direkt im PDF machen. Die Adobe Reader App taugt dazu allerdings nichts.

Der Stift

Gut, dass war eine Irrfahrt. Die erste Version taugte nichts, die Zweite auch nicht, die Dritte war schon besser und die Vierte und letzte funktioniert nun so wie sie soll. Man mag mich für verrückt erklären aber ich habe für Stifte bald mehr ausgegeben als für den Rechner selbst. Böse wer Böses denkt. Nun aber funktioniert er zuverlässig und präzise. Die Lebensdauer der Batterien ist akzeptabel auch wenn ich die Batterie Hersteller verfluchen könnte  (Eine 4A Batterie kostet um die 2 Euro, in einem 9V Block sind 6 davon und der kostet 1.89. Nur sind die im Block andersherum gepolt so das man die nicht überlisten kann)

Display

Das Display ist genug Hell und gut. Wenn man den Stift braucht und auch im Sonnenlicht arbeitet empfehle ich eine mattierte Schutzfolie. Entspiegelt ein wenig und macht den Stift weicher, so das er sich mehr wie Papier anfühlt.

Akku und so

Der Akku soll ja im Dauerbetrieb 10 Stunden halten, was ich noch nicht probiert hab. Als Notizbuch hält er etwa 3 Tage durch. Das Gehäuse ist recht robust und wenn auch nicht Wasserdicht kann es schon ein paar Regentropfen und ein wenig Baustellendreck ab. Das ganze ist Lüfterlos und der Atom ganz ok für unterwegs.

Was nervt

Was nervt ist die Toucherkennung. Manchmal werden Buchstaben der Bildschirmtastatur doppelt erkannt und beim surfen ein Wisch als Doppeltap. Sonst ist die Erkennungsgenauigkeit recht gut. Die 32 Gig sind unter Windows echt eng zumal die Wiederherstellungspartition 5 Gig braucht. Geschickt ausgelagert und komprimiert, samt SD 64 Gig als Bibliothekslaufwerk hab ich es aber dennoch hin bekommen immer etwa 8-10 Gig frei zu haben.

Bleibt abzuwarten

Wie lang das Teil hält und speziell der Akku, bleibt abzuwarten. Die Garantie ist jedenfalls laut Dell durch und es läuft immer noch.

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